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Skippers Leid – Über den Umgang mit Hafenbehörden

SkippersLEIDEs ist bekannt; auch ein kleines Segelschiff hat sich den Regeln der Seefahrt zu unterwerfen. So also auch dem mühsamen Ein- und Ausklarieren in jedem Hafen. Diese Aufgabe unterliegt dem Skipper, der als erster an Land geht, um diese Formalitäten durchzuführen, bevor die Mannschaft offiziell das Land betreten darf.

Erst einmal die Einwanderungsbehörde muss die Pässe betrachten und stempeln, dazu brauchen wir eine Crewliste mit allen Details: Namen, alle Vornamen, Geburtsdatum, Nationalität, Pass Nr., ausgestellt wann, welche Behörde, Wohnort etc. etc. Manchmal muss ich leider für jedes Crewmitglied ein entsprechendes Formular mit diesen Angaben separt ausfüllen. Es kann auch vorkommen, daß jedes einzelne Crewmitglied zur Gesichtskontrolle antreten muss.

Dann kommt der Zoll, der genau wissen will, wie viel Bier, Schnaps und Wein oder Tabakerzeugnisse wir mit uns führen, sind Waffen an Bord?. Wieder ein Liste; und dann noch eine Liste, mit der nach den Ausrüstungen des Schiffes gefragt wird: Motor, Radar, Navigationsinstrumente, Beiboote, Rettungsinseln, Außenborder etc., natürlich möglichst mit Angabe des Fabrikats und der Gerätenummer.

Dann kommt noch die Hafenbehörde mit Fragen nach Mannschaft, woher, wohin, wieso.

Dann die Gesundheitsbehörde: Ist jemand krank oder gestorben, haben wir die Pest an Bord, führen wir irgendwelche unerlaubten Drogen oder Medikamente an Bord.

Für alle gilt es eine Crewliste parat zu haben, manchmal auch mehrfach.

Und es ist keineswegs so, daß diese Behörden alle an einem Ort zu finden sind; nein. Teilweise über den ganzen Ort verstreut. Man muss sich also erst einmal zurechtfinden.

Notwendig ist unbedingt, jeden Behördenvertreter und seine Aufgabe ernst und wichtig zu nehmen. Obwohl doch oft der Amtsschimmel wiehert. Schließlich ist das ja auch ein Akt der Souveränität.

Die Durchführung dieser Klarierungen kann leicht eine halben Tag in Anspruch nehmen. Zum Glück haben wir eine große Unterstützung durch die ARC, die viele Wege vorbereitet und viel Arbeit abnimmt. Ein großes Lob dafür allen Mitarbeitern der ARC World. Sonst kann einem dies schon mal die Laune verderben.

Hubert, La Reunion

27. Oktober 2014