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Über den südlichen Atlantic - Kapstadt - St. Helena - Brazil ca. 3.600 sm

Wir stehen inzwischen ca. 70 sm vor Salvador de Bahia.130Sundown Wir rechnen damit, dass wir des Nachts den Hafen erreichen werden. Wir haben zur Zeit Vollmond, sodaß es kein Problem sein wird, ausreichende Sicht für das Anlaufen des Hafens und das Festmachen achteraus mit Mooringleine zu haben.

Der Weg hierher, vom Start in Kapstadt angefangen, hat uns gleich an die Spitze des Feldes geführt. Wir haben unseren Kurs vorerst nördlich entlang der afrikanischen Küste gehalten bis fast in die Höhe von Windhuk in ehemals Deutsch-Südwest. Eine kräftige Brise aus Südwest mit 15-20 Knoten hat uns schnell mit 9-10 Knoten vorwärts gebracht. Erst dann sind wir einen weiten Bogen nach West Richtung St.Helena gesegelt. Der Wind drehte dabei natürlich dem südatlantischen Windsystem entsprechend immer weiter auf östliche Richtungen. Mit gerefftem Großsegel und unter Spinnaker konnten wir unseren Vorsprung zu den anderen Schiffen gut halten. Leider platzte dabei in einer gar nicht mal heftigen Bö der Spinnaker aus den Lieken.

Na ja, den Spi hatten wir in Südafrika gerade reparieren lassen. Aber wir hatten noch einen neuen in Reserve, der uns weiter als erstes Schiff der Flotte nach St. Helena brachte. Am 20. 1. um 12:00 Uhr UTC konnten wir

die Auswahl an den Mooringtonnen in der Bucht von Jamestown wahrnehmen. Nach uns kam 4 Stunden später als nächstes Schiff die "Nexus", ein 61 Fuss Katamaran.

Vorgesehen war ein Aufenthalt von 72 Stunden, um die Insel ausgiebig zu besuchen, und dann die Reise in der gleichen Reihenfolge fortzusetzen. Am 23. 1. pünktlich um 12:00 Uhr UTC winkten wir Abschiedsgrüße nach St. Helena und nahmen die Rally nach Salvador de Bahia wieder auf.

Unser neuer Spinnaker, preiswert in Südafrika erstanden, leistete uns bei diesem Kurs West hervorragende Dienste. Tag und Nacht blieb er stehen und zog uns in Richtung auf unser Ziel. Unser Vorsprung zu den anderen Schiffen, die uns entsprechend der Zeit ihrer Ankunft in St. Helena gefolgt sind, wuchs immer mehr. Ein schönes Gefühl! So ging es über den Atlantic beständig in Richtung Brasilien, der Wind aus Ost mit leichten Variationen in Richtung und Stärcke, der Spinnaker vor uns wehend und das Großsegel halb gerefft, damit der Spi schön frei ist. Die Abstände zur Flotte nahm immer mehr zu.

Leider hat jedes gute Ding auch ein Ende! Unter Autopilot steuernd - gabe es in einer Bö einen Sonnenschuss und unser schöner Spinnaker hing in seinen geplatzten Lieken. ...und das geschah bei relativ wenigem Wind, vielleicht 16-18 Knoten.
Der Wind weht leicht aus Ost mit 6-9 Knoten, mal mit einer nördlichen, mal mit einer südlichen Komponente. Zu wenig, um mit Großsegel und Fock zu segeln und nicht nur zu dümpeln. Ohne Spi gehts nicht so recht.

Die letzten 24 Stunden haben wir daher die Maschine benutzt. Nach dem Rally-Reglement ja bei Zeit-Bestrafung zulässig.
Brasilien und seine Schönheiten rufen!

Hubert,
4. 2. 2015