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Die Welt ist rund! Der Kreis schließt sich.

AbschlussballAm 11. April 2015 pünktlich um 10:00 Uhr rüstet sich die verbliebene Flotte von 16 Schiffen zur Geschwaderfahrt nach Rodney Bay, wo wir unseren Ausgangskurs kreuzen werden. Alle Schiffe versammeln sich vor Marigot Bay; mit gesetztem Großsegel und über die Toppen beflaggt. Ein schönes Bild!

Nach ihrer Länge sortiert; das kleinste Schiff voran, die norwegische „Saphir“, die Katamarane „Folie a Deux“ und „Free & Breezy“, die amerikanische „American Spirit“ , „Merlyn of Poole“ und „Ghost“ aus England, die „Polaris“ aus Berlin, „Adela“ ein Knickspanter unter franz. Flagge, „Civetta“ aus Bratislava, „Boingo alive“ das schweizerisches Schiff mit wechselnden Besatzungen, „Avocet“ aus Irland mit Dr. Derry und Margeret und jungen trinkfesten Burschen, die Swan 51 „Alpheratz“ mit Bradley, Tom und James, unsere liebsten Segelgegner, dann „Festina Lente“, eine Amel Ketsch, gesegelt über die ganze Zeit von den Italienern Sylvano und Vittorio, einem Produzenten von altem Balsamico aus Modena, dann „Celebrate“ einer Taswell 58, gesegelt von Charly (mit der markigen Stimme) und Kathy. Jetzt kommt die „Nexus“ ein schneller 60 Fuß Katamaran mit dem Ehepaar Russ und Laurie, gebaut in Süd-Africa. Dann darf sich die „CHIKA-lu“ einreihen, vor dem letzten Schiff der verbliebenen Flotte, der 62 Fuß langen „NDS Darwin“, die mit ganzer Familie besetzt und von Profiskipper Nuno geführt wird.

 

Um den Abstand richtig halten zu können, dreht die Maschine bei gesetzem Großsegel mit. Mit 5 Knoten Fahrt geht es die Küste entlang nach Norden. Die Flotte macht dann einen Abstecher in den Hafen von Castries, der Hauptstadt von St. Lucia, dreht im Hafen einen großen Bogen und setzt dann den Weg nach Rodney Bay fort, wo bereits eine provisorische Ziellinie gesetzt worden ist.

Man spürt die Aufregung, die doch auf jedem Schiff vorherrscht, jetzt bald die Linie des Ausgangs-punktes zu kreuzen. Launige Sprüche auf UKW werden gewechselt. Und dann kommt das Konzert der Bootshörner, als jedes einzelne Schiff über die Ziellinie geht und seinen entgültigen Zielschuß erhält.

Auf so manchem Schiff knallt jetzt der Kork der Champagnerflasche. Wir stoßen an auf die vollbrachte Tat. Der Beweis ist erbracht: Die Welt ist rund!

In der Rodney Marina ist bereits ein Liegeplatz für uns reserviert. Sobald die CHIKA-lu fest liegt, geht es auf Einladung der Marina zu Drinks am Swimmingpool. Die Stimmung dort schwappt schnell über, und schnell liegt der erste Segler im Pool . Es bleibt keine Hose trocken. Wer noch nicht naß ist, wird mit Gewalt in den Pool geworfen. Der Rumpunsch macht sein Übriges; die ausgelassene Stimmung macht deutlich, wie erleichtert jederman ist, daß die Weltumrundung hier jetzt seinen Abschluß gefunden hat.

In Rodney Bay werden uns die meisten der Crewmitglieder verlassen und nach Deutschland zurückfliegen. Mit Wolfram und Rainer werde ich die CHIKA-lu wieder zurück nach Grenada segeln, wo sie in der Spice Island Marina an Land die Hurrican-Season überstehen soll. Erst im November 2015 soll die CHIKA-lu wieder ins Wasser und die Karibik besegeln, vielleicht auch neue Inseln entdecken, z. B. Kuba, bevor sie im Mai 2016 wieder zurück über den Atlantik ins Mittelmeer, nach Palma de Mallorca“ gesegelt werden soll.

Solange gönnen wir der CHIKA-lu die Ruhe.

Hubert, 12. 4. 2015

Rodney Bay, St. Lucia