More Website Templates @ TemplateMonster.com. September 17, 2012!

Jenseits von Afrika

kwala zuluMit allen Seglern brachen wir auf, zu einer Tour in einen Nationalpark.

Die Anfahrt schon gab uns einen Eindruck in die Landschaft und das Leben auf den Straßen

in der Provinz Kwala-Zulu, dem Land der Zulu Afrikaner. Die vereinzelt in der Landschaft stehenden Bäume mit glattem Stamm und weit ausladenen Baumkronen waren typisch für diese hügelige Landschaft; überall dominierte rote Erde. Die Menschen Afrikas scheinen immer in Bewegung zu sein; Anhalter auf den Straßen und auch auf der Autobahn. Offensichtlich fehlt es aber an einer guten Struktur des Personentransports. Ganz sicher ist die Bevölkerung nicht sehr wohlhabend. Die Einfachheit der Hütten und Gebäude entlang der Straße sprachen Bände. Sogar die traditionellen runden Lehmhütten sah man am Straßenrand.

Die Musik aus dem Film „Jenseits von Afrika“ , Mozarts Klarinettenkonzert 2. Satz, klang uns in den Ohren, auf dem Wege zu dem ca. 100 km von Richard’s Bay entfernten Hluhluwe-Umfolozi Nationalpark, dem ältesten Nationalpark in Südafrika.

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La Reunion

reunionDie ARC Flotte füllt im Sporthafen von Le Port fast das ganze Hafenbecken aus. Wir liegen längsseits der Pier mit Anschluss an Wasser und Strom. In unmittelbarer Nachbarschaft gibt es einen kleinen Yachtclub und ein Restaurant mit guter schmackhafter Küche. Besonders der Yachtclub ist abends ein Treffpunkt, auch mit Seglern anderer Nationen.

La Reunion ist ein Overseas Departement von Frankreich. Wir sind also in der EU und können uns wie Zuhause fühlen. Zahlungsmittel ist der Euro, und es gibt alles zu kaufen, was das Herz begehrt, und das auch, nach den Erfahrungen der Südsee und Australien, relativ preiswert. Wir nutzen die Gelegenheit, um wieder unsere Wein- und Biervorräte aufzustocken.

Die Restaurants sind preiswert, gut und bieten neben der vielfältigen creolischen Küche auch die indische, chinesische und die französische Küche an. Es ist ja auch wieder ein Mischung der Kulturen auf La Reunion, das von Frankreich dominiert wurde. Nur die Engländer waren für einen Zeitraum von 5 Jahren Herren der Insel, haben also auch wenige Spuren hinterlassen.

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Essen an Bord

Natürlich wird keiner auf die Idee kommen, 030DinnerCHIKAludes Essens wegen auf ein Segelboot zu gehen, das über einen Ozean fährt. Die einschlägigen Probleme sind nur zu bekannt, und der Mitsegler erwartet nicht viel Gutes. Nicht so auf der CHIKA-lu. Hier wird Tag für Tag ausgesprochen Wohlschmeckendes serviert, Grund genug davon zu berichten.
Zunächst ist zu erwähnen, dass sich von der derzeitigen Besatzung alle an der Küchenfront versuchen, bis auf Wolfram, den der Kampf mit der Bordelektronik, den Kommunikationswegen und vor allem mit den mehr oder weniger unwilligen Kurzwellenstationen voll vereinnahmt. Eine herausragende Rolle nimmt hier Sebastian ein, der leckerste Gerichte mit der Routine einer 50 jährigen Hausfrau kocht, die seit Jahrzehnten ihre 6- köpfige Familie betreut.

Neben anderen Qualitäten, die von mir weniger genau zu beurteilen sind, wird seine Kochkunst ein wesentlicher Grund dafür sein, warum die Angehörigen des anderen Geschlechts ihm mit sehnsuchtsvollem Augenaufschlag nachschauen.
Normalerweise gibt es abwechselnd Fisch und Fleisch, wobei die Fische natürlich aus dem eigenen Fang stammen und somit frischer sind, als es jedes Restaurant an Land bieten könnte.

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Mauritius – eine gute Mischung der Kulturen

MauritiusMauritius empfing uns früh am Morgen mit einem frischen Obstkorb und einem Rum aus heimischer Produktion. Wir lagen längsseits am Kay in der Caudan Marina an Port Luis Waterfront, die man wie jetzt allgemein üblich zu einem touristischen Ziel mit Einkaufscentren, Hotels, Restaurants und Kneipen umgebaut hatte. Eine Conversion alter Hafenanlagen, wie man sie jetzt vielfach findet. Die Schiffe der ARC finden reges Interesse bei den Einheimischen, die sich auch gerne mit ihnen fotografieren lassen. Es ist auch ein schöner Anblick, denn alle Schiffe sind über die Toppen geflaggt.

Mauritius ist geprägt von den vielen Einflüssen unterschiedlichster Kulturen. Die Holländer benutzten es als Station für ihre Gewürzreisen in ihre Kolonien Indonesiens. Dann kamen die Franzosen und später die Engländer, die die Insel übernahmen, bis man die Insel im Jahre 1958 in die Unabhängigkeit entließ.

Der Zuckerrohranbau ist das tragende wirtschaftliche Produkt, das die Insel beschäftigt. Einschließlich der Zuckerraffinerien und die Produktion von Rum.

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Skippers Leid – Über den Umgang mit Hafenbehörden

SkippersLEIDEs ist bekannt; auch ein kleines Segelschiff hat sich den Regeln der Seefahrt zu unterwerfen. So also auch dem mühsamen Ein- und Ausklarieren in jedem Hafen. Diese Aufgabe unterliegt dem Skipper, der als erster an Land geht, um diese Formalitäten durchzuführen, bevor die Mannschaft offiziell das Land betreten darf.

Erst einmal die Einwanderungsbehörde muss die Pässe betrachten und stempeln, dazu brauchen wir eine Crewliste mit allen Details: Namen, alle Vornamen, Geburtsdatum, Nationalität, Pass Nr., ausgestellt wann, welche Behörde, Wohnort etc. etc. Manchmal muss ich leider für jedes Crewmitglied ein entsprechendes Formular mit diesen Angaben separt ausfüllen. Es kann auch vorkommen, daß jedes einzelne Crewmitglied zur Gesichtskontrolle antreten muss.

Dann kommt der Zoll, der genau wissen will, wie viel Bier, Schnaps und Wein oder Tabakerzeugnisse wir mit uns führen, sind Waffen an Bord?. Wieder ein Liste; und dann noch eine Liste, mit der nach den Ausrüstungen des Schiffes gefragt wird: Motor, Radar, Navigationsinstrumente, Beiboote, Rettungsinseln, Außenborder etc., natürlich möglichst mit Angabe des Fabrikats und der Gerätenummer.

Dann kommt noch die Hafenbehörde mit Fragen nach Mannschaft, woher, wohin, wieso.

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2400 Meilen über den Indischen Ocean – von Cocos nach Mauritius

IndischerOzeanDie Überquerung des Indischen Oceans mit dem Startschuß am 29. September hatte gut begonnen. Ich hatte darüber berichtet. Inzwischen hat sich auch herausgestellt, welche Geheimwaffe die „Nexus“ eingesetzt hatte, um vor uns zu liegen. Ein kleiner Sturm-Gennaker, den man auch noch bei 25 Knoten Wind und mehr stehen lassen kann. Wogegen wir bereits bei 16-18 Knoten Wind uns überlegen müssen, den Spinnaker zu bergen. Und ein Gennaker kann bei einem Katamaran wie der Nexus fast wie ein Spinnaker gefahren werden, wegen der Breite des Schiffes ist dazu keine Spi-Baum erforderlich.

Ausgerechnet als wir Probleme mit dem Lümmelbeschlag unseres Großbaumes hatten, und auf See eine Reparatur durchführen mussten, hatte uns die Nexus überholt. Wir waren gerade für Stunden ohne Großsegel. Danach war die Nexus nicht mehr einzuholen. Zu allem Unglück explodierte unser Spinnaker bei 20 Knoten Wind, den wir normalerweise gerade platt Vorwind einsetzen können, und war mitten durchgerissen nicht mehr zu gebrauchen.

Wind genau von Achtern ist nicht unser Traumwind. Für unsere normale Besegelung mit Großsegel und Fock brauchen wir bei achterlichem Wind mindestens 140 Grad Windeinfallwinkel von Backbord oder Steuerbord, damit die Fock noch voll steht. Wenn dann der Winddruck nicht stark genug ist und der Seegang zu bewegt ist, dann geht es voll auf das Material des Segels und des Riggs mit flappenden und schlagenden Segeln. Wir können aus diesen Gründen oftmals nicht unser Kursziel genau anliegen und müssen vor dem Wind kreuzen. Ist der Wind kräftig genug, fahren wir auch nur mit Großsegel vor dem Wind bei 165 Grad, was uns immer noch Geschwindigkeiten von 7-9 Knoten bringt. …und wir können unseren Kurs besser anliegen.

Mit unserem Spi von 254 qm können wir natürlich am besten vor dem Wind segeln, aber dies nur innerhalb des Limits der Windgeschwindigkeit. Und die kann sich ja ändern, wie wir leidvoll erfahren mussten, als unser Spi plötzlich explodierte und wir froh waren, die beiden übrig gebliebenen Teile des Spi`s bergen zu können, bevor sie sich um die aufgerollte Fock am Vorstags umwickeln können. Dann ist Trauer angesagt und einer muss in den Mast verholt werden, um den Rest zu bergen. Eine schwierige und kraftraubende Arbeit im Top eines schwankenden Schiffes.

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