More Website Templates @ TemplateMonster.com. September 17, 2012!

Der längste Törn

Es ist heute der 12. Tag seit dem Start in Galapagos. Wir kommen unserem Ziel Marquesas immer näher, jetzt noch 660 Seemeilen.

Inzwischen haben wir einen Wind von 12-18 Knoten aus östlicher Richtung. Eigentlich nicht unser Traumwind, denn wir laufen damit platt vor dem Wind und wir brauchen für das Schiff für unsere normale Beseglung Groß und Fock doch einen Wind, der in einem Winkel von mindestens 30 Grad von achtern kommt. Der direkte Kurs zum Ziel, den wir über Grund laufen müssten ist 269 Grad. Den können wir normal nicht steuern, sodaß wir gezwungen waren mehr Süd zu machen, als wir wollten. Wir sind jetzt schon fast auf dem Breitengrad der Marquesas.

Wir fahren nun tagsüber statt unserer Fock unseren Spinaker von 250 qm. Das läuft hervorragend, direkt auf unserem Kurs und auch etwas höher, um damit für unsere nächtliche Segelei etwas mehr Raum für einen Kurs südlich zu haben, der das durch die Wellen und Dünung verursachte Schlagen der Segel vermeidet. Denn das schadet dem Rigg und den Segeln und geht mächtig auf die Nerven.

In einer Stunde wird es dunkel und wir werden den Spinaker bergen, um eine "gemütliche" Nachfahrt zu haben. Für die Nacht haben wir 4 Stunden Wachen eingeteilt. Die erste Wache beginnt um 08:00 Uhr Ortszeit und wird von einem Crewmitglied durchgeführt, die nächste Wache von 00:00 Uhr bis 04:00 Uhr und die anschließende von 04:00 Uhr bis 08:00 Uhr wird von jeweils zwei Mann absolviert. Von der Doppelwache kann einer auch immer im Cockpit dösen. Er muss nur bei Bedarf sofort verfügbar sein.

Seit dem Start in Galapagos sind wir immer in vorderer Position gesegelt. Den täglichen Positionsmeldungen können wir entnehmen, welche Distanz wir und unsere Ralleygegner bis zum Etappenziel Hiva-Oa noch zurückzulegen haben. Diese Information können wir alle 4 Stunden über Sailmail und dem SSB-Radio erhalten. Seit Tagen wechseln wir uns mit einem anderen Schiff aus unserer Klasse in der Führungsposition ab. Zur Zeit liegen wir mit 8 sm voraus an führender Stelle.

Ein Tipp: auf "worldcruising.com" sind die aktuellen Postionen aller Schiffe dieser Rally zu finden.

Hubert
14.3.14 - 18:00 Uhr Local Time

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Das Bergfest auf dem Weg in die Marquesas

Heute um 14 Uhr 39 hatten wir die Hälfte der Strecke in sunset-85526 640die Marquesas in etwas mehr als 8 Tagen hinter uns gelassen. Immerhin 1500 Seemeilen. Unsere Routenwahl führte uns auf Empfehlung von Wetterwelt/Meeno Schrader erst in den Süden bis auf 7 Grad Süd, bevor wir den direkten Kurs auf die Hiva-Oa Insel, die Wahlheimat von Paul Gauguin und Jacques Brel, genommen haben. Seit dem 5ten südlichen Breitengrad haben wir die Flautenzone verlassen und den Passatbereich mit Wind aus Ost bis Süd-Ost erreicht. Es ging gut voran mit komfortablem Wind von 10 bis 20 Knoten. Jetzt haben wir 115 Grad West erreicht.

Unser Fischfang verlief leider nicht besonders gut. Mehrfach gingen uns große Fische von der Leine. Wir schleppen ja auch 5 Leinen hinter uns her. Einmal hinterließ uns ein großer Fisch nur seine Kiemen am Haken. Aber immerhin ein kapitaler Bonito ging uns an den Haken, bestimmt ca. 8 kg schwer.


Nachdem der Wind heute immer mehr auf Ost zurückgedreht hat, haben wir erstmals unseren Spinnaker von 250qm gesetzt an unserem auf 5,5 m verkürzten Spi-Baum, den wir nach Bruch in der Karibik selbst reparierten. 9-11 Knoten brachte uns diese große Blase und wir konnten unser Ziel direkt anliegen.

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Der große Sprung

Am 2. 3. 14 fällt um 12:00 Uhr der Startschuss für d1511567 675291955827403 1051135981 oie vorläufig längste Etappe von fast 3000 sm von Galapagos in die Marquesas Inseln. Ziel ist Hiva-Oa.

Wir haben uns eine Törnberatung von Meeno Schrader geholt, denn erwartet wird eine windarme Strecke in der ITCZ, der tropischen Konvergenzzone. Der Ratschlag ist, deutlich erst Richtung Süden zu segeln - zur Not auch mit Motorhilfe - bis nach 5 Grad Süd 97 Grad West, um dort die Passatwinde zu finden, die uns mit 3-4 Beaufort aus SSE Richtung Marquesas bringen werden. Wir halten uns an diesen Vorschlag.

Der Start um 12:00 Uhr verlief wieder sehr positiv, wir waren vorne dabei. Doch bald verlief sich das Feld in den Weiten des Süd-Pazifiks. In den ersten beiden Nächten mussten wir fuer ein paar Stunden den Motor nutzen, denn mit weniger als 2 Knoten wollten wir nicht über das Meer dümpeln. Heute, Dienstag den 4. 3. konnten wir wieder mit gutem Wind von 8-10 Kn. (wahrer) segeln und machen mit 6-8 Knoten gute Fahrt in die richtige Richtung. Bis zu unserem Wegpunkt, wo wir die Passatwinde erreichen wollen, haben wir noch ca. 150 sm, dann geht es hoffentlich auf den direkten Kurs von 263 Grad rw. Von unseren Mitseglern zur Zeit keine Spur.

Wir freuen uns mächtig auf die Marquesas mit Hiva-Oa, Nuku-Hiva und die Tuomutos mit vielen kleinen Inseln, die wir vor den Gesellschaftsinseln mit Tahiti, Moorea und Bora Bora besuchen wollen. Das wird uns das richtige Südsee-Gefühl geben. Aber vorher ruft die Pflicht, 3000 sm müssen bewältigt werden.

Hubert
4.3. 14

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Naturverbunden in den Galapagos Inseln

Unsere Mannschaft hat das Problem mit dem Bewuchs am Schiff 070Vulkanseeerfolgreich gelöst. Das heißt: Die Profitaucher, die dafür vorgesehen waren, haben die Arbeit an den 19 Schiffen nicht geschafft. Auf hoher See (85 sm entfernt) tauchen und putzen am Rumpf hat auch die Profis überfordert. Alle hatten mit Seekrankheit zu kämpfen. So kam für uns die befreiende Information, die Arbeit selbst machen zu können. Unsere Taucher Joe und Sebastian haben dabei ihr Bestes gegeben und auch selbst der Seekrankheit getrotzt. Es war eine Knochenarbeit. Aber erfolgreich, denn die nachträglich durchgeführte Inspektion in San Cristobal verlief positiv. Jetzt hatten wir die Genehmigung für das Befahren der Galapagos Gewässer in der Hand.

Wir hielten uns auch nicht mehr lange auf in San Cristobal und machten uns auf den Weg nach Isabela, der grössten Insel. Ein herrlicher Segeltag entwickelte sich, nachdem wir um 04:00 Uhr den Hafen bei Flaute verließen. Mit der Clementine, eine Sweden Yacht 54, hatten wir eine kleine Wettfahrt verabredet, die wir mit einem kleinen Vorsprung für uns gewinnen konnten.

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Ende gut, alles gut

Wir haben die Genehmigung im Nationalpark von Galapagos zu bleiben.

Der Weg dahin war allerdings anstrengend und nervenaufreibend. Am Sonntag hatten wir und 17 andere Schiffe einen Termin im offen Meer, 78 sm von unserem Hafen auf San Cristobal entfernt. Dort sollten durch Taucherteams die Schiffsrümpfen von allen Alienarten befreit werden. Andreas, Joe und ich starteten also am Samstag Abend. Als wir ankamen erfuhren wir bereits über Funk das es Verzögerungen gibt und es war offensichtlich das, entgegen der Planung, nicht alle Schiffe an dem Tag gereinigt werden konnten. Bei Sonnenuntergang waren es gerade mal 7 von 18 Schiffe welche die Rückreise antreten konnten. Da Andreas am Montag Morgen seine Fähre kriegen wollte und wir keine Lust hatte die ganze Nacht und mindestens den kommenden Tag auf See zu verbringen, sprangen wir mit der Taucherausrüstung in Wasser und putzten unser Boot selber. Nach fast 2 Stunden waren Joe und ich seekrank (unter Wasser schwankt alles viel intensiver), aber die Chika-lu war nahezu klinisch rein unter Wasser. Am nächsten Morgen war der Inspektor in "Puerto Baquerizo Moreno" happy und wir können uns nun entspannt den Schönheiten von Galapagos widmen. Ende gut,...!

 

Schöne Grüße von Darwins Inseln,

Sebastian

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Umweltschutz und Schutz der Arten in Vollendung

 
Ein Anruf vom Schiff fand ich auf meinem Mobiltelefon. Erst am naechsten Morgen erreichte ich die verbliebenen Mitsegler auf der Chika-lu. Nach unserer Abreise aus Cristobal hatten die meeresbiologisch Behoerden in Galapagos festgestellt, nachdem sie alle Schiffe durch Taucher haben untersuchen lassen, dass 19 Schiffe der gesamten Flotte, an den Schiffsruempfen einen fremdartigen Bewuchs hatten, der angeblich die Meeresfauna beeintraechtigen kann. Diese Schiffe muessen sich nach Verlangen der Behoerden sofort aus der Bucht entfernen und sich 65 Seemeilen in tiefe Gewaesser begeben, wo sie von Tauchern am Schiffsrumpf gesaeubert werden koennen. Welch ein Aufwand, der uns auch finanziell trifft. Aus Santa Cruz hatte ich bisher keinen weiteren Kontakt mit der Mannschaft, aber nach Informationen aus dem Internet, ist die gesamt Flotte aus San Cristobal ausgelaufen. Ich hatte dazu mein Einverstaendnis gegeben falls sich diese Massnahme nicht vermeiden laesst und an Andreas die Komandogewalt uebertragen. Wir werden davon weiter berichten, sobald wir naehere Informationen erhalten haben.
 
Sant Cruz
16.2.14
Hubert
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